Tuning-Lüge Nummer 2: Windows-Dienste abschalten beschleunigt den Rechner
Diese Tuning-Lüge ist grundsätzlich sogar richtig, dennoch empfinden wir diese Behauptung in ihrer Einfachheit als Lüge: Anwendern wird dadurch suggeriert, dass durch das Deaktivieren von Diensten das System deutlich beschleunigt wird. Doch unterm Strich wird die Leistung häufig eher im Promillebereich gesteigert, während sich die Gefahr von Abstürzen, Fehlern und Problemen enorm erhöht:
Zahlreiche Dienste werden zum reibungslosen Betrieb von Windows 7, Vista und XP benötigt und sollten deshalb keinesfalls deaktiviert werden. Viele Tuning-Tools bieten jedoch an, angeblich nicht benötigte Dienste abzuschalten, um dadurch die Rechnerleistung zu erhöhen und die Bootdauer zu senken. Allerdings tritt häufig nicht das gewünschte Ergebnis ein, sondern ärgerliche Nebenwirkungen: Mal werden Smartphones wie das iPhone nicht mehr erkannt, mal tauchen kryptische Fehlermeldungen auf und Windows lässt sich nicht mehr ordnungsgemäß benutzen.
An die Dienste von Windows sollten Sie sich also nur dann wagen, wenn Sie wirklich ganz genau wissen, welche Funktion die einzelnen Dienste erfüllen und auf welche Dienste Sie wirklich verzichten können. Selbst dann können Sie dort aber nur an wenigen Stellschrauben drehen. Der Leistungsgewinn ist allenfalls messbar, aber keinesfalls spürbar. Stattdessen vergeuden Sie viel Zeit und laufen Gefahr, dass Ihr System instabil wird. Ein zu hoher Preis, den Sie keinesfalls zahlen sollten.
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