Tuning-Lüge Nummer 3: Systemwiederherstellung abschalten
Immer wieder können Sie in PC-Magazinen sinngemäß den folgenden Satz lesen: "Die Systemwiederherstellung von Windows 7, Vista und XP braucht doch kein Mensch und sie verbraucht nur unnötig Speicherplatz - deaktivieren Sie die Systemwiederherstellung deshalb". Wir erklären Ihnen, warum dieser Tipp gefährlich und fahrlässig ist und warum Sie die Systemwiederherstellung keinesfalls deaktivieren sollten.
Mit diesem Tipp zielen die Autoren darauf ab, dass viele Anwender kostbaren Plattenplatz sparen wollen. Doch in der letzten Zeit sind die Preise für Festplatten geradezu in den Keller gepurzelt, sodass 1000 Gigabyte Speicherplatz für 60-80 Euro erhältlich ist. Die Systemwiederherstellung benötigt jedoch nur einige Gigabyte, sodass Ihre Ersparnis im Cent-Bereich liegen würde.
Diese Ersparnis könnten Sie jedoch unter Umständen teuer bezahlen: Durch die Systemwiederherstellung sind Sie in der Lage, Ihr System nach einer fehlgeschlagenen Treiber- oder Software-Installation wiederherzustellen – wie der Name bereits unmissverständlich sagt. Diesen praktischen Schutz sollten Sie also keinesfalls leichtfertig eintauschen, bloss weil Ihnen ein Performance-Vorteil versprochen wird, der im Praxisalltag überhaupt nicht vorhanden ist.
Eine Ausnahme von dieser Regel gibt es jedoch: Falls Sie eine andere Lösung einsetzen, mit der Sie in regelmäßigen Abständen einen Schnappschuss von Ihrem System anlegen, dann können Sie die Systemwiederherstellung von XP, Vista und Windows 7 wirklich abschalten.
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