Passwort häufig wechseln bringt es nicht
Ein Mythos gerät ins Wanken. Das regelmäßige Wechseln des Passworts erhöht nicht zwangsläufig Ihre Sicherheit. Mit einem einfachen Beispiel lässt sich verdeutlichen, warum in dieser waghalsigen These mehr als nur ein Körnchen Wahrheit steckt:
Angenommen, ein Dieb klaut die Schlüssel zu Ihrem Auto – denken Sie, dass er dann noch ein paar Wochen wartet, bevor er sich hinters Steuer setzt und über alle Berge damit verschwindet? Warum sollte es sich also bei Passwörtern anders verhalten? Sobald ein Cyber-Betrüger Ihr Passwort in seinen Besitz gebracht hat, schlägt er zeitnah zu – so sieht die traurige Realität in den meisten Fällen aus. In der Realität warten Verbrecher nicht, bis die Schlösser ausgetauscht sind und in der virtuellen Welt ebenfalls nicht.
Diese Ansicht wird auch von einem Sicherheitsexperten von Microsoft untermauert: Cormac Herley geht im Gespräch mit dem Boston Globe sogar noch weiter und ist sich sicher, dass der häufige Wechsel von Passwörtern die Sicherheit sogar noch verringern kann. Durch den häufigen Passwortwechsel würden viele Anwender weniger sichere Passwörter nutzen, um sich weniger Zeichen merken zu müssen.
Hierbei gelten natürlich auch Ausnahme: Wenn die Daten direkt vom Server des Webseiten-Betreibers gestohlen werden, dann müssen Sie Ihr Passwort unverzüglich ändern. Kein noch so langes Passwort bietet auch nur den geringsten Schutz, wenn es Cyber-Betrügern in unverschlüsselter Form in die Hände fällt. Außerdem sollten Sie Ihr Passwort wechseln, wenn auch nur der geringste Verdacht besteht, dass es in fremde Hände gefallen sein sollte.
Wie Sie ein bombensicheres Passwort anlegen, verraten wir Ihnen in unserem Special “Sichere Passwörter“.
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