Wem gehört Facebook?
Bislang schien die Sache klar: Mark Zuckerberg ist der Gründer von Facebook und wurde dadurch zum jüngsten Self-made-Milliardär aller Zeiten. Doch jetzt ist eine Klage vor einem New Yorker Gericht eingegangen, die einen skurrilen Streit um Facebook entbrannt hat:
Der Programmierer Paul Ceglia behauptet, dass ihm insgesamt 84 Prozent von Facebook gehören und er somit einen milliardenschweren Anspruch auf das größte soziale Netzwerk der Welt hat. Vor Gericht konnte er einen Vertrag präsentieren, der angeblich aus dem Jahr 2003 stammt und von Mark Zuckerberg persönlich unterschrieben sein soll.
Aus diesem Vertrag geht hervor, dass Ceglia von Zuckerberg beauftragt wurde, eine Webseite zu programmieren – Name dieser Webseite: “The Face Book”. Ceglia erhielt für eine Zahlung von 1.000 Dollar die Hälfte dieser Webseite sowie ein Prozent für jeden Tag, den er außerdem mit der Entwicklung beschäftigt war. Der angebliche Anspruch von 84 Prozent resultiert somit aus diesen 50 Prozent sowie den 34 Tagen, die Ceglia mit der Programmierung beschäftigt war.
Bislang wirft dieser Fall eine Reihe von Fragen auf: Woher stammt dieser Vertrag? Wurde er wirklich von Mark Zuckerberg unterschrieben? Und warum meldet sich Ceglia erst jetzt zu Wort?
Vor Gericht ist Ceglia übrigens kein unbeschriebenes Blatt: Derzeit wird gegen ihn ermittelt, weil er angeblich Kunden eines Geschäfts für Brennstoffe aus Holz übers Ohr gehauen haben soll.
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