Versand-Flatrates: Achten Sie auf Haken und Ösen
Viele Unternehmen machen ihren Kunden ein verlockendes Angebot: Einmal Versandkosten zahlen und anschließend ein ganzes Jahr lang nach Herzenslust bestellen, ohne dass erneut Porto anfällt. Doch bei diesen Versand-Flatrates sollten Sie vorher genau kalkulieren, ob es sich wirklich lohnt und welche Stolperfallen lauern:
Im harten Kampf um jeden Kunden lassen sich Online-Shops jede Menge einfallen. Der neueste Schrei sind Versand-Flatrates, die zuerst Amazon im großen Stil eingeführt wird. Für 29 Euro jährlich können Sie mit “Amazon Prime” ein Jahr lang bei Amazon bestellen, ohne dafür Porto zu bezahlen. Dieses Angebot gilt für Sie und bis zu vier weitere Personen in Ihrem Haushalt. Klingt gut und ist auch gut, sofern Sie die folgenden Punkte beachten:
Bei Büchern und Blu-rays fallen keinerlei Versandkosten an, sodass Sie neuen Lesestoff oder Futter für den Heimkino-Abend auch ohne Amazon Prime-Versandflatrate bestellen können. Bei Spielen, DVDs und CDs fallen hingegen bis zu einer Summe von 20 Euro Portokosten in Höhe von drei Euro an. Falls Sie also spontan einen Film auf DVD bestellen wollen, fällt auch bei aktuellen Blockbuster meistens noch Porto an, denn selbst diese Titel sind in der Regel für unter 20 Euro auf DVD erhältlich. Hier nutzt Amazon den natürlichen Spartrieb des Menschen geschickt aus: Um das Porto zu sparen, bestellen Sie einfach noch mehr, um keine Versandkosten zahlen zu müssen.
Außerdem nehmen keine Händler an Amazon Prime teil, die ihre Produkte über den Amazon Marketplace verkaufen. Hier fallen immer Versandkosten an, sofern der einzelne Händler nicht aus Kulanzgründen – oder um neue Kunden zu gewinnen – auf Portokosten verzichtet.
Amazon Prime steht hier exemplarisch für die vielen anderen Versand-Flatrates, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen: Falls Sie häufig bei einem Online-Shop bestellen, können Sie eindeutig davon profitieren – lassen Sie sich jedoch nicht dazu verführen, mehr zu bestellen, damit sich die Flatrate wirklich lohnt und prüfen Sie penibel die Bedingungen, damit Sie Ihr Geld nicht aus dem Fenster werfen.
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