Stiftung Warentest: Vernichtendes Urteil zum E-Postbrief
Seit rund einem Monat gibt es den E-Postbrief der Deutschen Post. Bereits zu Beginn hatten sich zahlreiche Anwender beschwert, dass die Anmeldung zwar möglich war, aber die Freischaltung mehrere Tage bis Wochen auf sich warten ließ. Dieses Schicksal ereilte auch die Stiftung Warentest, die geschlagene vier Wochen auf ihre Freischaltung warten musste - und gleich ein vernichtendes Urteil fällte:
Die zahlreichen Einstellungen verwirren insbesondere Einsteiger und Anwender ohne fundierte PC-Kenntnisse. Außerdem seien E-Postbriefe nicht beim Empfänger eingegangen und Anhänge wie PDF-Dokumente haben ihr Ziel ebenfalls nicht erreicht. Auch am Layout übten die Tester Kritik, da es nicht den gängigen Vorgaben entspricht.
Das verheerende Urteil lautet, dass die Deutsche Post ein Produkt veröffentlicht hat, das noch unfertig ist und mit langen Ladezeiten, komplizierter Guthaben-Aufladung und Fehlern die Nutzer verwirrt und verärgert.
Fazit der Tester: Die Deutsche Post muss noch erheblich nachbessern, um sich gegen die im Herbst 2010 startende Konkurrenz durch De-Mail durchsetzen zu können. Doch auch De-Mail steht unter heftiger Kritik: Zwei offizielle Anwaltsverbände haben die rechtliche Relevanz bezweifelt und der Bundesregierung empfohlen, ihr De-Mail-Projekt nicht mehr weiterzuverfolgen.
Verlierer bei diesem Hin und Her sind eindeutig Sie als Anwender, denn Sie werden kontinuierlich verunsichert und mit nicht ausgereiften Produkten konfrontiert.
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