So stellen Malware-Entwickler sicher, dass ihre Schad-Software unerkannt bleibt
Neben lokal installierten Virenscannern erfreuen sich auch Online-Virenscanner großer Beliebtheit - allerdings nicht nur bei sicherheitsbewussten Anwendern, sondern auch bei den Entwicklern von Schad-Software. So kurios es klingt: Die Malware-Autoren nutzen Online-Virenscanner, um ihre betrügerischen Programme zu verbessern. Sinn und Zweck ist natürlich, dass andere Virenscanner diese Software nicht entdecken.
So können Malware-Autoren die Dienste von Scan4You für eine monatliche Gebühr von 25 Dollar monatlich in Anspruch nehmen. Fliegt die Malware bei Tests auf, so wird der Autor kontaktiert. Die erhaltenen Informationen könnte er dann in die Optimierung seiner Schad-Software einfließen lassen.
Der Wettlauf zwischen den Entwicklern von Schad-Software auf der einen und Entwicklern von Schutz-Software auf der anderen Seite ist deshalb natürlich nach wie vor in vollem Gange. Leider sind Cyberbetrüger oft einen Schritt voraus – nicht zuletzt dank solcher fiesen Tricks wie dem oben beschriebenen. Denn damit eine Schad-Software erfolgreich erkannt und verbannt werden kann, muss sie zunächst einmal bekannt sein. Dass ausgerechnet Virenscanner dazu benutzt werden, um Virenscannern die Arbeit zu erschweren, ist deshalb von einer perfiden Ironie geprägt.
Mit dem Virenscanner von Virustotal können Sie verdächtige Dateien völlig gefahrlos online überprüfen lassen. Diesen praktischen Online-Dienst haben wir Ihnen hier vorgestellt:
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