Mehr Sicherheit für den Adobe Reader
Der Adobe Reader ist in den letzten Wochen und Monaten nicht mehr aus der Kritik gekommen: Immer wieder tauchten neue Sicherheitslücken auf, während das Krisenmanagement von Adobe zu wünschen übrig ließ. Patches und Updates erschienen nicht umgehend, sodass Millionen von Anwendern mit einer oder gar mehreren gravierenden Sicherheitslücken leben mussten.
Jetzt hat Adobe jedoch Besserung gelobt und dabei soll es sich nicht nur um ein reines Lippenbekenntnis handeln: Die Adobe-Entwickler haben sich mit den Entwicklern von Office 2010 in Verbindung gesetzt. In Office 2010 existiert ein geschützter Modus, in dem Dateien keine Aktionen durchführen können, die das System beeinflussen können.
Einen solchen Modus soll auch der Adobe Reader erhalten, sodass PDF-Dokumente lediglich angezeigt werden können. Alle anderen Aktionen wie beispielsweise das Schreiben von Daten in den Ordner für temporäre Dateien werden ebenso beschränkt wie das Öffnen von angehängten Dateien durch PDFs. Für diese weitergehenden Aktionen soll ein weiterer Prozess zuständig sein, dessen Rechte vom System rigoros verwaltet werden.
Durch diese Änderungen kann keinerlei Malware mehr unter Windows 7, Windows Vista und Windows XP installiert werden. Doch hier endet der geplante Schutz noch nicht: In weiteren Versionen sollen auch Lese-Aktionen nur noch sehr eingeschränkt möglich sein. Dadurch wird es deutlich erschwert, persönliche Daten auszuspionieren.
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