Schluss mit den Abofallen
Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, will Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Abofallen im Internet den Hahn zudrehen: Wie die Zeitung unter Berufung auf ein Eckpunkte-Papier des Justizministeriums schreibt, soll eine deutliche erkennbare Preisangabe verhindern, dass ahnungslose Anwender in die Abofalle tappen.
Viele Anwender sind auf Angebote wie Opendownload.de hereingefallen – dieses und weitere unseriöse Angebote verschleiern die entstehenden Kosten bewusst und führen den Nutzer damit gezielt in die Irre. In der Regel erwecken Webseiten mit Abofalle außerdem den Eindruck, dass die Nutzung komplett kostenfrei ist.
Das Justizministerium plant jedoch, dass künftig ein Vertrag zwischen Anbieter und Anwender nur noch dann zustande kommt, wenn die deutlich sichtbare Preisangabe vom Anwender bestätigt wird. Da das Internet keine Ländergrenzen kennt, soll diese Regelung auch außerhalb Deutschlands gelten:
“Da die unlauteren Praktiken der Kosten- und Abo-Fallen nicht an den Grenzen der Mitgliedstaaten haltmachen, sollte möglichst eine Regelung auf EU-Ebene erzielt werden”.
Ein mehr als begrüßenswerter Vorstoß, der hoffentlich eher heute als morgen in die Tat umgesetzt wird, denn als Plan bringt Verbraucherschutz nichts. In die Tat umgesetzt, könnten jedoch viele Verbraucher vor den fiesen Praktiken skrupelloser Abzocker geschützt werden.
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