Sicherheits-Apps fürs iPhone: Vorsicht ist angebracht
Je nach Geburtsjahr denken Sie bei der Bezeichnung „S.N.A.P.“ wahrscheinlich an die erfolgreiche Eurodance-Band, die mit Hits wie „Rhythm is a Dancer“ Anfang der 90er Jahre für volle Tanzflächen sorgte. Doch da wir uns nicht mit Dance-Klassikern, sondern mit Sicherheit beschäftigen, dürfte sich hinter der Abkürzung S.N.A.P. etwas anderes verbergen – und genau so ist es auch:
S.N.A.P. steht für „Social Network Analyzer for Privacy“ und dabei handelt es sich um eine iPhone-App, mit der Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Facebook-Kontos überprüfen können.
Die einzelnen Einstellungen Ihres Facebook-Profils werden analysiert – anschließend zeigt Ihnen S.N.A.P. an, welche Daten für Freunde und Freunde von Freunden sichtbar sind und informiert Sie darüber, wo Ihre Privatsphäre bei Facebook noch Nachholbedarf hat.
Dieser gesamte Ansatz klingt gut, weshalb S.N.A.P. von zahlreichen Blogs und Webseiten empfohlen wird – wir können uns diesem Urteil nach einem ausführlichen Test jedoch nicht anschließen: Die App stürzte wiederholt unter dem neuen iOS-Betriebssystem ab – viel gravierender ist jedoch ein anderes Problem: Sie müssen Ihr persönliches Facebook-Passwort einem fremden Anbieter anvertrauen. Wir wollen selbstverständlich den Entwicklern von S.N.A.P. in keiner Weise eine böswillige Absicht unterstellen, doch hier zeigt sich ein generelles Problem von Sicherheits-Apps: Sie erfordern einen hohen Vertrauensvorschuss, da Sie absolut private und vertrauliche Daten in fremde Hände geben müssen.
Deshalb und wegen der alles andere als selten auftretenden Abstürze raten wir derzeit von dieser App ab. Lustige, aber reichlich sinnlose Zusatzfunktion: Sie können die Einträge auf Ihrer Pinnwand nach Schlüsselwörtern filtern lassen – dadurch erfahren Sie genau, welche Worte in Ihren Statusmeldungen am häufigsten auftauchen.
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