iPad vorbestellen – Achtung bei den ersten Angeboten
Das iPad ist noch nicht veröffentlicht, doch die Online-Welt ist bereits in zwei Lager gespalten: Während die eine Hälfte das iPad als Wunderwerk der Technik und heiligen Gral der Buchbranche feiert, hat die andere (weitaus größere) Hälfte in erster Linie Häme für das iPad übrig: Nicht viel mehr als ein „Senioren-iPhone ohne Telefonfunktion“ ist das iPad, wie in zahlreichen Foren und Blogs gespottet wird. Doch eins ist klar: Das iPad wird sich wie geschnitten Brot verkaufen – in Amerika wurde es binnen sechs Stunden rund 90.000 Mal vorbestellt. Auch in Deutschland kann man das iPad bereits vorbestellen – doch dabei ist einiges zu beachten:
Denn das iPad kann nicht etwa bei Apple direkt, sondern bei einem Online-Shop vorbestellt werden. Bei den angebotenen Geräten handelt es sich um Import-iPads, die somit also auch erst dann auf die Reise von Amerika nach Deutschland geschickt werden, wenn das iPad in den USA offiziell veröffentlicht wird. Im Online-Shop selbst wird der Liefertermin mit „ab 9.April versandbereit“ angegeben. Die iPads mit 3G sollen hingegen ab Mitte April verfügbar sein – kurios angesichts Apples Ankündigung, dass die iPads mit 3G in Amerika erst Ende April erscheinen. Der Deutschlandstart für das iPad erfolgt Ende April.
Die Preise beginnen bei 599 Euro, während das Einstiegsmodell von Apple in Amerika für 499 Dollar verkauft wird – umgerechnet etwa 365 Euro. Dazu würde sich neben dem Einfuhrzoll nach Deutschland jedoch auch noch die Mehrwertsteuer addieren, sodass amerikanische Käufer nicht so viel sparen, wie es zunächst den Anschein hat. Dennoch zahlen Apple-Kunden in den USA deutlich weniger, da Apple (und zahlreiche andere Hersteller auch) die Dollar-Preise einfach 1:1 in Euro umrechnen.
Mit einer Kostenersparnis ist also beim iPad-Import über den Online-Shop nicht zu rechnen. Unter Umständen legt man sogar noch drauf, da die offiziellen Preise für das iPad in Deutschland bislang noch nicht bekannt sind. Es kann zwar davon ausgegangen werden, dass die Preise 1:1 in Euro umgerechnet werden – doch diese Vermutung bestätigt sich erst mit der offiziellen Ankündigung von Apple.
Eine wichtige Frage bleibt außerdem ungeklärt: Da das iPad lediglich eine Halterung für Micro-SIM-Karten besitzt, müsste entweder die eigene SIM-Karte entsprechend zugeschnitten werden oder der genutzte Mobilfunk-Anbieter müsste Micro-SIM-Karten anbieten. Doch während beim Beschneiden der SIM-Karte natürlich die Gefahr der Beschädigung wie ein Damoklesschwert über dem Anwender schwebt, ist bislang auch noch gar nicht geklärt, welche deutschen Provider Micro-SIM-Karten in ihr Programm aufnehmen: Noch bietet kein deutscher Provider Micro-SIM-Karten an.
Deshalb können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht dazu raten, ein iPad zu importieren: Es winkt weder eine Kostenersparnis noch bleibt wirklich ausreichend Zeit, um sich als einer der ersten Besitzer ausgiebig im Neid der Anderen zu sonnen. Gedulden Sie sich stattdessen lieber noch ein Weilchen, bis das iPad offiziell in Deutschland erhältlich ist oder warten Sie zumindest noch die offiziellen iPad-Preise für Deutschland ab.
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