Apple iPad: Keine kostenlosen Updates
Apple öffnet sich über die Lizenzbedingungen des mit Spannung erwarteten iPad eine weitere Einnahmequelle: Die Updates für das verwendete Betriebssystem iPhone OS sollen kostenpflichtig sein.
Allerdings gibt es das erste Update auf eine “große” Versionsnummer noch kostenlos. Wenn das iPad mit iPhone OS 4.0 gekauft wird, dann ist das Update auf iPhone OS 5.x gratis. Diese Vorgehensweise ist ähnlich wie beim iPod touch, wobei dort allerdings bereits für das erste Update gezahlt werden muss.
Über die genauen Kosten, die für eine Aktualisierung des Betriebssystems des iPad entstehen, ist bislang noch nichts bekannt. Zwar besteht keine direkte Update-Pflicht, doch dürfte für iPad-Nutzer schnell eine indirekte Verpflichtung entstehen: Da über das iPad auch Inhalte per Abonnement bezogen werden sollen und zahlreiche Anwender von dieser Möglichkeit Gebrauch machen dürften, muss das iPhone OS-Update her, sobald die per Abo ausgelieferten Inhalte auf Funktionen zurückgreifen, die von der neuen iPhone OS-Version unterstützt werden.
Apple öffnet sich dadurch ein praktisches und dauerhaftes Einnahmefenster und etabliert damit auch auf mobilen Geräten ein Geschäftsmodell, das bei stationären Computern gang und gebe ist: Neue Versionen des Betriebssystems müssen bezahlt werden. Allerdings entspricht ein iPhone OS-Update natürlich vom Funktionsumfang nicht einem neuen Windows-Betriebssystem – vielmehr ist es eher mit einem Service Pack vergleichbar. Der Preis für die kostenpflichtigen iPad-Updates wiederum dürften jedoch auch eine Grenze von 10 Euro nicht überschreiten (das Update für den iPod touch kostet derzeit 7,99 Euro).
Die Entscheidung für kostenpflichtige Updates ist natürlich Wasser auf den Mühlen der iPad-Kritiker und sorgt für eine Reihe von Problemen: Entwickler können nicht davon ausgehen, dass die aktuelle Version automatisch innerhalb weniger Wochen die meist verbreitete Version ist. Stattdessen müssen Apps auf mehrere iPhone OS-Versionen Rücksicht nehmen.
Natürlich könnte man auch argumentieren, dass Apple Entwicklungskosten für neue Versionen seines iPad-Betriebssystems hat – allerdings verlangt Sony für Updates seiner PS3-Spielekonsolen auch keinerlei Geld. Denn die wahren Einnahmen erzielen beide Unternehmen auf andere Weise, sodass Apple in erster Linie seine Kunden noch ein wenig mehr melkt als seine Konkurrenten.
Newsletter anfordern
Fordern Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter mit wertvollen Tipps und heißen News rund um Windows, PC-Sicherheit und mehr an.
Wir spammen Sie nicht zu!
Hinterlassen Sie einen Kommentar







