1&1 SmartPad – lohnenswerte Alternative zum iPad oder nur ein nettes Spielzeug?
Apple hat es mit dem iPad wieder einmal äußerst erfolgreich vorgemacht und die Konkurrenz will auch ihren Teil vom Kuchen. Mit dem SmartPad wagt der Internet-Provider 1&1 den Sprung ins kalte Wasser und präsentiert einen Tablet-PC, den neue 1&1-Kunden kostenlos erhalten. Wir haben das 1&1 SmartPad unter die Lupe genommen und neben wenig Licht viel Schatten gefunden:
Bereits ein Blick auf die Hardware macht klar, dass es sich beim 1&1 SmartPad in keiner Weise um einen iPad-Killer handelt: Mit seinen 500 Megahertz ist der ARM11-Prozessor ziemlich schwach auf der Brust und kann zudem nur auf 256 Megabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen. Auch das Display ist mit 800 mal 480 Bildpunkten längst nicht so hochaufgelöst wie das iPad und fällt mit sieben Zoll auch deutlich kleiner aus. Außerdem ist das SmartPad mit 2,2 Zentimetern deutlich dicker als das iPad, das eine lediglich 1,3 Zentimeter flache Flunder ist. Multitouch fehlt ebenfalls, sodass die Bedienung in Verbindung mit dem lahmen Prozessor deutlich weniger intuitiv ablaufen dürfte. Allerdings sollte man beim blanken Vergleichen der Leistungsdaten immer im Hinterkopf behalten, dass das SmartPad von 1&1 eher zur Kundengewinnung dient.
Mehr als eine nette Dreingabe ist das SmartPad deshalb auch nicht: Zum Surfen und Musikhören dürfte die gebotene Leistung durchaus ausreichend sein, doch um einen PC-Ersatz handelt es sich in keiner Weise. Bereits beim iPad stößt man bei der mobilen Nutzung als vollwertiger Rechner schnell an die Grenze – die jedoch vom SmartPad noch wesentlich schneller aufgewiesen werden dürften.
Weiteres Manko: Da das 1&1 SmartTab über kein GPS- und 3G-Modul verfügt, bleibt ihm auch der Zugriff auf den Android Market verwehrt. Sie können also keine der Zehntausenden von kostenlosen und kostenpflichtigen Apps herunterladen, wie es beispielsweise mit aktuellen Smartphones möglich ist. Dadurch ist der Leistungsumfang enorm beschnitten, da Sie lediglich auf Anwendungen aus dem eigenen 1&1 App Store zurückgreifen können. Das Angebot dürfte aber auf absehbare Zeit eher mau ausfallen und und in keiner Weise mit dem Android Market konkurrieren können. Zur Darstellung von Multimedia-Dateien wie Musik, Bildern und Video sind auf dem SmartPad jedoch bereits mehrere Apps vorinstalliert.
Wie bereits erwähnt, fehlen sowohl GPS als auch 3G, was den mobilen Nutzen noch weiter schmälert. Während WLAN integriert ist, muss also zum mobilen Surfen ein UMTS-Stick an die USB-Schnittstelle angeschlossen werden. Immerhin besitzt das SmartPad jedoch über einen USB-Anschluss – ganz im Gegensatz zum iPad.
Während für das iPad je nach Modell zwischen 499 und 799 Euro fällig werden, erhalten 1&1-Kunden das SmartPad umsonst. Einzige Voraussetzung: Sie müssen einen DSL-Anschluss “Doppel-Flat 16.000″ abschließen. Geplant ist außerdem eine Verkaufsversion des SmartPads für vermutete 299 Euro – zu teuer für das Gebotene.
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